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Welt: Höhere Stromkosten durch Konzessionsabgaben

13.01.2003

Wie "Die Welt" berichtet werden tausende von mittelständischen Unternehmen in diesem Jahr über die bisherigen Energiesteuern und Ökostrom-Abgaben hinaus eine weitere Kostenbelastung zu tragen haben: die Konzessionsabgabe an die Gemeinden. Demnach werden in diesem Jahr mittlere Betriebe mit einem Jahresverbrauch zwischen 50 Mio. und 100 Mio. Kilowattstunden erstmals über den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzpreis kommen und damit abgabenpflichtig werden. Die Stromkosten können deshalb noch einmal um deutlich mehr als zehn Prozent steigen.
Schuld an der neuen Kostenbelastung ist ein Automatismus in der Konzessionsabgaben-Verordnung von 1992: Wegen einer „Grenzpreis-Regelung“ müssen nur Energie-Verbraucher die ohnehin hohen Strompreise zahlen, zusätzlich auch noch die Konzessionsabgabe an die Gemeinde abführen. Da die Bundesregierung die Strompreise jedoch zu Jahresbeginn 2003 durch eine Vielzahl neuer Abgaben in die Höhe treibt, überschreiten zum ersten Mal viele mittelständische Unternehmen diesen „Grenzpreis“ von 5,32 Cent pro Kilowattstunde und werden dadurch konzessionsabgabenpflichtig.

Zwar beträgt die fällige Konzessionsabgabe für die industriellen Sondervertragskunden nur 0,11 Cent pro Kilowattstunde. Doch für viele Mittelständler mit energie-intensiver Produktion ist die Belastung groß.