IP-Mittelstand

Clement: Chancen durch EU-Osterweiterung

08.11.2002

"Die EU-Osterweiterung bietet insbesondere dem Mittelstand neue Chancen. Kleine und mittlere Unternehmen sollten auf ihre Stärken vertrauen und diese Chancen intensiv nutzen", so Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit.
Das Kuratorium des Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft
(RKW) diskutierte heute auf Einladung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den Mittelstand. Technologisch fortgeschrittene Unternehmen profitierten bereits heute von den größeren Märkten und der zunehmenden Investitionssicherheit bei Exporten in die Beitrittsländer. Im europäischen Binnenmarkt müsse eine qualifizierte Ausbildung und die kontinuierliche Weiterbildung künftig noch höhere Priorität haben als bisher.

Clement wies auf die zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen hin, die insbesondere im Bereich des Handwerks in Vorbereitung auf die Osterweiterung ergriffen worden seien. Zusammen mit dem Handwerk habe das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit seit 1990 mehr als 57 Technologie-Transferstellen an den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten aufgebaut. Eine wichtige Aufgabe sei auch der Aufbau von
länderübergreifenden Kooperationen. "Kooperationen sind gerade für kleine und mittlere Unternehmen ein aussichtsreicher Weg, um neue Marktchancen zu erschließen", so Clement. Damit der Mittelstand sein Potenzial in den Auslandsmärkten, besonders in den Wachstumsmärkten Mittel- und Osteuropas, stärker nutzt, werde er eine Außenwirtschaftsoffensive ins Leben rufen, die kleine und mittlere Unternehmen für sich nutzen sollten.