
Ab dem ersten November koennen Handy-Kunden ihre Telefonnummer behalten, wenn sie den Anbieter wechseln. Die Folge: Es droht eine Wechselwelle. 58 Prozent der Handy-Nutzer wollen diese Chance ergreifen. Die Hauptgruende: zu hohe Verbindungspreise, unuebersichtliche Tarife und eine unbefriedigende Netzabdeckung. Dies ergab eine Internet-Trendumfrage von Mummert Consulting in Kooperation mit dem IT-Dienstleister inworks.
Bislang scheuten sich die Handy-Nutzer vor einem Anbieterwechsel, weil sie ihre Rufnummer haetten aendern muessen. So gab bereits vor einem Jahr mehr als die Haelfte der Kunden an, das Mobilfunkunternehmen wechseln zu wollen, sobald die so genannte Rufnummern-Portabilitaet gegeben ist. Auch damals waren die Netzabdeckung und die hohen Preise die Hauptprobleme. Die Mobilfunkanbieter haben auf diese Kritik ihrer Kunden bisher nicht durchgreifend reagiert. In diesem Herbst wuenscht sich wieder je ein Drittel der Kunden uebersichtlichere Tarife und guenstigere Verbindungspreise. Fast genauso viele (31 Prozent) sind mit der Netzabdeckung unzufrieden.
Selbst Langzeitkunden sind den Telekommunikationsunternehmen nicht treu. Die aktuelle Trendbefragung zeigt: 55 Prozent der Kunden, die schon mehr als zwei Jahre bei ihrem aktuellen Anbieter sind, wollen wechseln. Bei den Kunden, die bis zu zwei Jahre dabei sind, liegt der Anteil sogar noch hoeher.
Mit der Neuregelung kommen neue Probleme auf den Kunden zu: In Zukunft kann an einer fremden Rufnummer nicht mehr die Netzzugehoerigkeit des Gespraechspartners abgelesen werden. Die meisten Anbieter aber verlangen besonders hohe Gebuehren fuer das Telefonieren in fremde Netze. So wird die Kostenkontrolle fuer den Kunden erschwert.
Hintergrundinformationen
Diese Presseinformation basiert auf:
Internet-Trendumfrage von Mummert Consulting und dem IT-Dienstleisters inworks unter 848 Teilnehmern, Zeitraum: 9. bis 20. September 2002.